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Dresden

 
aus der Geschichte...

1206
wurde das Dorf Drezdany erstmals urkundlich genannt, vermutlich ist es aus einer slawischen Siedlung hervorgegangen.

1216,
als in einer Urkunde Dresden das dritte Mal genannt wurde, war es mit dem Zusatz "Stadt" versehen.

Ende 13.Jahrhundert
Es entstand eine feste Brücke über die Elbe. 1287 ist ihre Bauweise aus Stein bezeugt.

15.Jahrhundert
Der Aufschwung der Stadt begann. 1455 bekam es das vorher Pirna zustehende Stapelrecht für den Elbhandel. Im gleichen Jahr ein Niederlagerecht für Waren, die nach Böhmen gingen. Von größerer Bedeutung war die Niederlassung der Albertiner nach der wettinischen Teilung 1485. Danach wurde Dresden ständiger Wohnsitz und Residenz der albertinischen Herzöge von Sachsen. Dresden wurde fürstliche Residenzstadt.

16. Jahrhundert
1547 erwarb Herzog Moritz die Kurwürde für die Albertiner. Eine erste Blüteperiode der Baukunst begann. Das Schloss und die Festungsanlagen wurden erweitert, dadurch war auch eine Stadterweiterung möglich. So entstanden das Ziegeltor, kleine Bastion und Kasematten (können besichtigt werden, Eingang unterhalb der Treppenanlage Semperdenkmal). Weitere Bauten waren das Georgentor, Zeughaus, Moritzmonument im Brühlschen Garten, Stallhof und außerhalb Dresdens, das Jagdschloss Moritzburg. Eine seit 1560 bestehende kurfürstliche Kunstkammer legte den Grundstein zur berühmten Sammlung im "Grünen Gewölbe".

17. Jahrhundert
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) und der Pestepidemie (1632 / 33), wurde die Bevölkerung stark dezimiert. Die Entwicklung in der Residenzstadt stagnierte. Erst am Ende des 17. Jh. wurde durch die Zuwanderung aus Böhmen die Wirtschaft und die Bevölkerung begünstigt.
Dresden zählte jetzt über 21000 Einwohner und damit 30% mehr als zu Beginn des Jahrhunderts.

18. Jahrhundert
Einen weiteren Höhepunkt erfuhr die Stadt in der Regierungszeit von FriedrichAugust I., genannt August der Starke und seinem Sohn Friedrich August II. (als polnischer König August III.). Dresden stieg in den Rang einer europäischen Metropole auf.
Die Zeit der glanzvollen Bauten im Barockstil für den Kurfürsten, den Adligen und reichen Bürgern begann.
1708 Erfindung des europäischen weißen Porzellans durch J. F. Böttger.
1710 Gründung der Porzellanmanufaktur auf der Albrechtburg in Meißen.

Mit der Anlage ausgedehnter Gärten (Großer Garten, Schlosspark Pillnitz und Großsedlitz) wurden weitere Glanzpunkte gesetzt.
Als Höhepunkt aller Barockbauten kann der Dresdener Zwinger angesehen werden. Er war einst höfischer Festplatz und Austragungsort prunkvoller Festlichkeiten.
Auf der Neustädterseite wurde nach dem Brand von 1685 die Stadt als neue Königsstadt aufgebaut. Neben dem Japanischen Palais und dem Neubau der Dreikönigskirche wurde 1736 auf dem Neumarkt das goldene Reiterstandbild August des Starken, der als Wahrzeichen Dresdens weithin bekannte "Goldene Reiter", errichtet.

19. Jahrhundert
Kultur und Kunst, Musik und Theater dominierten jetzt. Die Stadt erlebte eine neue Blütezeit.
Was im vorigen Jahrhundert Künstler wie Permoser, Böttger, Chiaveri, oder Bernado Bellotto, genannt Canaletto waren, sind jetzt Gottfried Semper und sein Sohn Manfred, Richard Wagner,C. M. v. Weber, Ernst Rietschel, J. G. Herder, um nur einige zu nennen.
Vom letztgenannten Künstler stammt der Begriff Elbflorenz, wie die Kultur - und Kunststadt oft genannt wird.
Von 1838 - 1841 war die Bauzeit der ersten Semperoper von Gottried Semper, im Stil der italienischen Frührenaissance. Wenige Jahre später (1869) brannte die Oper nieder. Die zweite Oper baute der Sohn, Manfred Semper von 1871 - 1878, nach den Plänen seines Vaters auf. Im Laufe von vielen Jahren fanden glanzvolle Ur- und Erstaufführungen statt.

Heute
Im 2.Weltkrieg wurde Dresden am 13./14.Februar 1945 fast vollständig zerstört. Viele Bauten versanken in Schutt und Asche. Die Dresdener bauten ihre Stadt mit viel Fleiß und Liebe wieder auf.
Auch die Spuren der Jahrhundertflut, vom August 2002, sind beseitigt. Die Kunststadt Dresden, oder Elbflorenz wie es heute wieder genannt wird, zieht wieder jährlich über viele Millionen Besucher an. Die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

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Aktualisiert (Sonntag, den 13. Juli 2008 um 03:05 Uhr)

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